- 29. Dez 2025
Was ist eigentlich Yoga?
- Jana
- 0 comments
Yoga ist weit mehr als nur körperliche Übungen, beispielsweise in Form von Sportkursen im Fitnessstudio. Es ist eine Lebensweise, die die physische Gesundheit, das emotionale Wohlbefinden und die geistige Klarheit fördert, indem sie Körper, Seele und Geist miteinander in Einklang bringt. Yoga umfasst Atemübungen (Pranayama), Meditation, Entspannungstechniken und Körperstellungen (Asanas), die harmonisch kombiniert werden, um ein ganzheitliches Wohlbefinden zu erreichen.
Einige Vorteile von Yoga:
Körperliche Gesundheit: Yoga verbessert die Flexibilität, die Stärke und das Körperbewusstsein.
Geistige Ruhe: In einer Welt, die von Hektik und dem Streben nach "höher, schneller, weiter" geprägt ist, bietet Yoga eine Oase der Ruhe und fördert Entspannung.
Stressabbau: Yoga hilft, den Stress abzubauen, indem es die Freisetzung von Stresshormonen reduziert und Entspannung fördert. Dies kann zu einer insgesamt entspannteren und gelasseneren Lebensweise führen.
Verbesserte Atmung: Durch gezielte Atemübungen (Pranayama) lernst du, bewusst und effizient zu atmen, was die Sauerstoffversorgung deines Körpers verbessert und deine Energie steigert.
Bessere Haltung und Körperausrichtung: Yoga fördert ein besseres Körperbewusstsein und hilft, eine gesunde Haltung zu entwickeln. Dies kann dazu beitragen, Rücken- und Nackenschmerzen zu reduzieren.
Gesteigerte Konzentration und geistige Klarheit: Die Praxis der Meditation im Yoga fördert die Konzentration und geistige Klarheit, was sich positiv auf deine kognitiven Fähigkeiten und dein allgemeines Wohlbefinden auswirken kann.
Ich möchte dir einen ganz tollen Auszug aus "Was ist Yoga?" von Lisa Marie Knöner vorstellen:
"[...] am Ende ist Yoga in den kleinen Details, in den Momenten des Innehaltens und in der Zusammenkunft von Menschen, die sich mit offenem Herzen begegnen. Denn Yoga ist Verbindung[1], ist Einheit und Harmonie und immer dort, wo wir uns verbunden fühlen. Yoga ist das Gefühl, mit sich selbst im Reinen zu sein und sich nicht mehr vergleichen zu müssen. Es ist das Gefühl, Teil von etwas Ganzem zu sein und sich selbst und alle Mitmenschen und Lebewesen ohne Wertung anzunehmen. Wenn Yoga und der yogische Gedanke mehr in der Welt verbreitet wären, müsste sich niemand mehr alleine fühlen, würde es keine Trennung und keine Verurteilung mehr geben.
Um das zu erreichen, müssen wir im Kleinen bei uns selbst anfangen. Wir müssen uns die Zeit für uns selbst nehmen und den Raum schaffen, uns in Selbstliebe anzunehmen wie wir sind. Wenn das erreicht ist, können wir allen anderen mit der Liebe und Weichheit begegnen, die wir alle uns wünschen und verdienen. Wenn wir erkennen, dass wir eins sind, dass wir alle Mensch sind und den gleichen Wunsch in uns tragen, erscheint dieses Ziel viel zu simpel, als dass es nicht in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft erreicht werden kann.
Am Ende streben wir alle nach Verbindung und Einheit, wollen wir alle nur dazugehören und aufhören, zu konkurrieren und zu vergleichen. Wir wollen durchatmen und zur Ruhe kommen, aufhören zu kämpfen. Yoga kann das schaffen, auf der Matte und auf der Welt. Yoga schafft Frieden im Innen und im Außen.
Om shanti, om Frieden"
[1] vgl.: wiki.yoga-vidya.de/Yoga
Zur Website
Das Ziel im Yoga
Yoga kann als eine Methode betrachtet werden, die auf die Verwirklichung innerer Einheit und Gleichgewicht abzielt. Hierbei geht es um Harmonie, beispielsweise zwischen Extremen der Gunas. Ein Übermaß an Tamas, was sich in Form von depressiver Stimmung und Schwere im Leben äußert, kann hinderlich sein. Ebenso kann ein Übermaß an Rajas, also zu viel Aktivität, wie beispielsweise zu viel Arbeit, Rastlosigkeit und Hektik im Leben, problematisch sein. Die ideale Balance liegt in Sattva, bei der beide Pole im Einklang sind und keiner der Pole dominiert.
Apropos Ziel: Im Yoga geht es eigentlich gar nicht um Ziele. Es sind nette Nebeneffekte, die sich durch die regelmäßige Praxis ergeben. Im Yoga (und hoffentlich auch darüber hinaus) darf man einfach sein, ohne sich verändern zu müssen oder im Wettbewerb zu stehen.
Beim Yoga musst du übrigens nicht an Götter glauben, auf dem Kopf stehen oder Mantren chanten, wenn du das nicht möchtest. Ich finde wichtig zu betonen, dass du dein eigenes Yoga für dich finden solltest.
Für mich persönlich ist "das Göttliche" überhaupt nicht relevant und hat in meinen Kursen auch keine Bedeutung. Ich finde auch nicht wichtig, dass alle Teilnehmer*innen die selbe Asana durchführen, denn es geht um einzelne Individuen mit anderen (körperlichen) Voraussetzungen, Erwartungen und Empfindungen. Wichtig: Lerne auf deinen Körper zu hören und bewege dich danach. Das kommt mit der Zeit. Gibt dir diese.